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Gesundheit und Impfungen für Kenia

Hier finden Sie einige hilfreiche Gesundheitsinformationen zum Reiseland Kenia, doch dies kann keinesfalls einen Besuch bei Ihrem Hausarzt oder in einem der Tropeninstitute ersetzen. Am Ende dieser Seite finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Bestandteile Ihrer persönlichen Reiseapotheke, dies soll als Gedankenstütze dienen, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

Denken Sie außerdem unbedingt daran, Medikamente des täglichen Bedarfs in ausreichender Menge mitzunehmen. Die Mitnahme Ihres Blutgruppenpasses kann Leben retten. Auch sollten Sie einige Wochen vor Reiseantritt einen Zahnarztbesuch einplanen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Ihre Reiseleitung berät Sie vor Ort in Fragen zu gesundheitlichen Dingen!

Pflicht-Impfungen für Kenia?

Derzeit gibt es keine Pflicht-Impfungen für Reisende aus Deutschland nach Kenia (Stand August 2018).  Zweifelsohne sollten Sie aber Ihren Impfstatus für Diphterie, Polio und Tetanus überprüfen und gegebenenfalls auffrischen. Ratsam ist auch eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B.

Auch eine Immunisierung gegen Gelbfieber ist für Kenia anzuraten, wird aber für Direktreisende Touristen aus Deutschland nicht vorgeschrieben (beispielsweise für Reisende, die mit einem Direktflug aus Deutschland anreisen). Wer aus einem Gelbfieber-Drittland einreist, muss eine mindestens 10 Tage alte Impfung per Impfpass nachweisen.

Bitte bedenken Sie bei Ihrer Reiseplanung, dass manche Impfungen (etwa Tollwut) erst nach mehrmaliger Gabe der Impfdosis wirksam sind und somit die Immunisierung eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen kann. Sie können sich vor Ihrem Arztbesuch bereits vorab im Internet informieren, hilfreiches zu Gesundheitsrisiken und Tropenkrankheiten erhalten Sie zum Beispiel hier:

Impf- und Gesundheitstipps für Kenia

Alle weiteren empfohlenen Reiseimpfungen als die oben beschriebenen sind nicht zwingend notwendig. Das Risiko, an Cholera, Typhus und Meningokokken zu erkranken, ist insbesondere bei geführten Rundreisen durch Kenia nicht sehr hoch. Hier kommt man weniger intensiv mit der Lokalbevölkerung in Kontakt und hält sich größtenteils in touristischen Zentren und Safari-Lodges auf, wo man stets eine fest verschlossene Wasserflasche zum Zähneputzen dazu bekommt.

Auch eine Tollwutimpfung wird für Menschen, die in Kenia keinen direkten Kontakt zu Tieren (Mitarbeiter in Tierauffangstationen etwa), nicht unbedingt angeraten. Weder wird man vor Ort von wilden Affen verfolgt, noch gibt es Straßenhunde oder Katzen, die durch die Straßen stromern.

Gelbfieber-Impfung für Kenia

Für alle Einreisenden ist eine Gelbfieberimpfung verfpflichtend, wenn Sie aus einem betroffenen Gelbfieberland einreisen. Bei einer Einreise nach Kenia aus Deutschland ist dies nicht notwendig, eine Impfung ist jedoch empfohlen. Bitte führen Sie immer Ihren Impfpass mit sich, am besten mit einer gültigen Gelbfieberimpfung, da sich die Bestimmungen ggf. ändern können.

Praktische Gesundheitstipps: Leitungswasser und ungeschältes Obst

Wohl kaum eine Erkrankung trifft Reisende häufiger als ein Magen- und Darm-Infekt. Verunreinigtes Wasser, ungewohntes oder schlechtes Essen, ungewaschenes Obst und Gemüse sind hierbei die häufigsten Infektionsquellen. Bitte haben Sie immer die alte Globetrotterregel „cook it, peel it, or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) im Hinterkopf.

Auch wenn das Obst und Gemüse an den Straßenständen noch so attraktiv erscheinen mag, bitte verzehren Sie es nicht einfach so. Verzichten Sie unbedingt darauf, Leitungswasser zu trinken oder zum Zähneputzen zu verwenden. Hierfür sollte nur Mineralwasser aus verschlossenen Flaschen genutzt werden. Auch Eis, offene Milch und frische Fruchtsäfte sollten tabu sein.

Malaria in Kenia: Vorkommen und Medikation

Auf Grund des ganzjährig hohen Malaria-Risikos im ganzen Land aber vor allem in niedrigen Höhenlagen unter 1.800 Meter, kann es sinnvoll sein, hier eine Prophylaxe einzunehmen. Hier sollte man die Risiken gegeneinander abwägen. Wenn die Reisedauer kurz ist und man größtenteils in trockene, höhergelegene Gebiete reist, reicht eine Stand-By-Therapie mit Malerone. Da bis zum Ausbruch der Krankheit mindestens sieben Tage Inkubationszeit vergehen, ist man unter Umständen schon wieder zurück in aus dem Urlaub.

Da auch eine Prophylaxe keinen vollständigen Schutz bietet, sollten Sie sich unbedingt zusätzlich durch lange und helle Kleidung sowie die Verwendung von Mückenschutzmitteln (Nobite mit DEET) absichern. Vor allem in der Dämmerung ist dies zwingend notwendig. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es für Sie sinnvoller ist, ein Prophylaxe-Medikament einzunehmen, oder ob Sie besser auf die Stand-by-Therapie setzen.

Zur Höhe des Malaria-Infektionsrisikos: Laut Robert-Koch-Institut wurden in Deutschland in den letzten Jahren weniger als 20 Malaria-Infektionen aus Kenia registiert, während zur gleichen Zeit etwa 40.000 bis 65.000 Personen nach Kenia eingereist sind.

Insbesondere in Mombasa existiert eine besonders große malariaübertragende Mücke und die Malariagefahr in den Touristenzentren an der Küste und im Westen des Landes am Viktoriasee ist ganzjährig hoch, Nairobi und Umgebung sind malariafrei. Die Grenzregionen zu Tansania im Südwesten (etwa die trockenen Gebiete des Tsavo Nationalparks) und den restlichen Landesteilen sind mit einem mittelhohen Malaria-Risiko behaftet.

Trekkingreisen durch hochgelegene Gebiete sind ohne Malariagefahr …

Reisekrankenversicherung

Nichts kann eine Reise mehr verderben, als ernsthaft krank zu werden. Bitte denken Sie deshalb rechtzeitig daran, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Diese sollte neben den üblichen Behandlungskosten auch einen Rettungsflug in Ihr Heimatland mit einschließen, auch wenn dieser Fall sehr selten eintritt. Sollten Sie sich unsicher sein ob der vielfältigen Angebote der Versicherungsunternehmen, berät Sie Ihr Reiseveranstalter hierzu gern.

Reiseapotheke für Kenia

Hier finden Sie einige Vorschläge für Ihre persönliche Reiseapotheke – dies ersetzt aber auf keinen Fall eine intensive Beratung mit Ihrem Hausarzt zur Abklärung des individuellen Bedarfs:

  • Medikamente zur Behandlung von dauerhaften Erkrankungen in ausreichender Menge
  • leichtes bis mittleres Schmerzmittel (z.B. Aspirin oder Paracetamol)
  • Breitbandantibiotikum
  • Medikamente gegen Übelkeit, Magen- und Darmbeschwerden, Reisekrankheit, Durchfall, Verstopfung
  • Medikamente zur Wundbehandlung
  • Halstabletten und Nasenspray oder -tropfen
  • Augentropfen
  • Medikamente gegen Erkältung, Husten und Halsschmerzen
  • Erste Hilfe Material
  • eigenes Thermometer

Wichtige Dokumente

  • Reisepass und Kopie
  • Impfpass und Kopie
  • Blutgruppenpass
  • Nachweis der Reisekrankenversicherung